Story

Marlon Koßek aka Marlon Grell - Chicago House - Tech House aka Somatic - Techno aka Informer - Electro

Er überragt. Nicht nur wegen seiner Körpergröße. Der 2-Meter-Mann Marlon Grell ist aus der elektronischen-Musik-Szene Berlins nicht mehr wegzudenken, er hat so ziemlich jede Location in der Hauptstadt bespielt: von „A“ wie „Arena“ bis „W“ wie „WMF“. Es ging dem 1983 in Templin geborenen Wahlberliner in seiner fast 15-jährigen DJ-Karriere immer darum über die Grenzen der Genres hinaus mehrere Stile miteinander zu verbinden, daher entstanden aus dem bürgerlichen „Marlon Koßek“ gleich drei Projekte:

Meilenstein

Seit 2002 legt Marlon im DJ-Duo „Somatic" Techno auf und parallel als "Marlon Grell" Tech-House, bzw. Chicago House. In kleineren Clubs und Bars gern immer noch mit Vinyl, unter dem Synonym „Somatic“ aber auch völlig zeitgemäß digital. Seit 2013 produziert er seinen eigenen Stil, aktuell in seinem Studio mit DAW und VST's, Grell´s  Hauptaugenmerk liegt jedoch darin in Zukunft vermehrt mit analogen Klangerzeugern zu arbeiten.

Ein weiterer Meilenstein gelingt ihm mit seinem Partner Thomas B. unter „Somatic“ im Jahr 2012, als er erstmals auf einem Event mit 10.000 Besuchern spielte. Es folgen immer mehr größere Events, wie das Helene Beach Festival, Summer Spirit Open Air und das Bing-Bäng im Astra-Club.

Basics

Dass er einmal so hoch oben auf dem Pult stehen würde, hätte er sich als Dreijähriger wahrscheinlich nicht vorstellen können, damals lernte er als sein erstes Instrument spielen: eine Triola. Bis zu seinem zehnten Lebensjahr kamen noch Blashorn, Keyboard und Klavier dazu. Im Alter von 10 Jahren stieß er dann während des Musikunterrichtes über ein elektronisches Gerät, das allerhand Töne von sich gab und einen primitiven 4/4 Takt vor sich her dudelte, da war es um ihn geschehen. Danach hockte er jeden Tag nach dem Unterricht im Musikzimmer und übernahm die Rolle des Schul-DJ´s, dafür verdrängte er den Hausmeister von der Anlage. Ein Jahr später, das Gerät war kaputtgespielt, kaufte sich Marlon von seinem Taschengeld das erste Musikprogramm für damals unglaubliche 100 deutsche Mark - „Ejay Musiccreation“.

 

Wenn der Postmann klingelt

Spätestens da wusste Marlon was er werden wollte. Also mussten die ersten Plattenspieler her und diese musste man füttern – einmal wöchentlich klingelte der gerngesehene Postmann mit einem Plattenpaket unterm Arm bei Koßek’s. 1998 folgen die ersten selbst produzierten Tracks, erste kleinere Partys und Open-Airs in der näheren Umgebung wurden kurzer Hand selbst auf die Beine gestellt. Bis 2001 entwickelt er im Weekend-Clubdasein seinen ganz eigenen Style, ein ganz eigenes Musikgefühl, fernab von Mainstream Techno, stets Underground und tanzbar.

Und dann kam Berlin!

Als Marlon 2004 mit zarten 21 Jahren  schließlich das erste Mal in der großen Stadt auflegte, war sein Weg schon vorherbestimmt.

Sein Sound ist immer straight-forward, als Somatic etwas technoider, als Marlon-Grell gern auch etwas vocal-lastiger, trotzdem stets auf dem Punkt. Er baut seine Sets so auf, als sei jeder Track eine Symbiose aus einer Tracht Prügel mit Spucke und einem frühlingshaften Blumenfeld bei Nacht, in dem sich Schmetterlinge mit anständig gewichster Bartfrisur tummeln.

 

Seit 2014 steht er als Stratege und Promoter auch hinter der Plattform „apemen-delights“.

Mit dabei seine DJ Kollegen und Kolleginnen Malonda (bekannt vom guten alten HOSH, der auf Solomun’s Label etliche Hits produzierte) und Francesco Castaldo aus Italien, der es mit seinen Tracks immer wieder in die Top Rankings von Beatport schaffte. Seinen Traum vom eigenen analogen Studio wird das Projekt Marlon Grell bald verwirklichen, ebenso ein Live-Set, geplant für 2016.